Kastell Tillibari
| Kastell Tillibari | |
|---|---|
| Alternativname | Tillibari, Castra Tillibarensis |
| Limes | Limes Tripolitanus (rückwärtige Linie) |
| Abschnitt | Djebel Dahar |
| Datierung (Belegung) | flavisch oder hadrianisch |
| Typ | Kohortenkastell |
| Größe | 157 m × 124 m (= 1,95 ha) |
| Bauweise | Stein |
| Erhaltungszustand | völlig zerstört, das Areal liegt heute auf militärischem Sperrgebiet |
| Ort | Remada |
| Geographische Lage | 32° 18′ 50,1″ N, 10° 23′ 52,8″ O |
| Höhe | 301 m |
| Vorhergehend | Tentheos (rückwärtige Limeslinie) (südöstlich) |
| Anschließend | Kleinkastell Henchir Medeina (rückwärtige Limeslinie) (nördlich) |
| Vorgelagert | Praesidium Si Aioun (südwestlich) |
Das Kastell Tillibari (lateinisch Castra Tillibarensis) war ein römisches Militärlager, dessen Besatzung für Sicherungs- und Überwachungsaufgaben an einem Teilabschnitt des Limes Tripolitanus, dem Limes Tillibarensis, in der Provinz Africa proconsularis, später Tripolitania, zuständig war. Die Grenzanlagen bildeten hier ein tiefgestaffeltes System von Kastellen und Militärposten. Die im Ersten Weltkrieg völlig zerstörte Garnison befand sich südlich des alten Ortszentrums von Remada nahe an der westlich vorbeiführenden Route R112. Rund 75 Kilometer nördlich befindet sich die Stadt Tataouine, Gouvernement Tataouine, Südtunesien. Heute ist das ehemalige Kastellareal militärisches Sperrgebiet.
- ↑ Itinerarium Antonini 75, 5, 6
- ↑ Notitia dignitatum occ. 25, 15, 33
- ↑ Michael Mackensen: Kastelle und Militärposten des späten 2. und 3. Jahrhunderts am „Limes Tripolitanus“. In: Der Limes 2 (2010), S. 20–24; hier: S. 22.