Kastell Vețel
| Kastell Vețel | |
|---|---|
| Alternativname | Micia |
| Limes | Dakischer Limes |
| Abschnitt | A / V / 19 |
| Datierung (Belegung) | trajanisch bis spätestens 271 n. Chr. |
| Typ | Reiter- und Kohortenkastell |
| Einheit | * Legio XIII Gemina (Bauvexillation), * Legio IIII Flavia Felix, * Cohors II Flavia Commagenorum, * Ala I Augusta Ituraeorum Sagittariorum, * Ala I Hispanorum Campagonum, * Ala I Gallorum et Bosporanorum, * Numerus Maurorum Micensium |
| Größe | 181 × 360 m (Steinkastell) |
| Bauweise | a) Holz-Erde, b) Stein |
| Erhaltungszustand | Umwehrung im Gelände als Bodenerhebung erkennbar. Die Fundamente des Amphitheaters und des Thermenkomplexes wurden konserviert. |
| Ort | Vețel |
| Geographische Lage | 45° 54′ 49″ N, 22° 49′ 5,7″ O |
| Höhe | 185 m |
| Vorhergehend | Kastell Bulci (westlich, A / I / 1) |
| Anschließend | Kastell Abrud (nordnordöstlich, A / V / 20) |
Kastell Vețel (antiker Name Micia) war ein großes römisches Hilfstruppenlager und wichtiger Bestandteil der Außenlinie in der westlichen Festungskette des dakischen Limes (limes Daciae), auf dem Gemeindegebiet von Vețel (Witzel), Kreis Hunedoara in Siebenbürgen, Rumänien.
Seiner Besatzung oblag unter anderem die Überwachung und Sicherung der Straßenverbindung nach Partiscum, dem heutigen Szeged. Zudem befand sich hier ein strategisch wichtiger Flusshafen und eine Benefiziarierstation. Insbesondere die Vielzahl an Inschriften und diverse zivile Einrichtungen macht diesen Fundort auch über Rumänien hinaus bekannt. Gemeinsam mit insgesamt 277 Stätten des Dakischen Limes wurde Micia 2024 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben.
- ↑ Strecke/Abschnitt/Kastellnummer (nach Nicolae Gudea, 1997).