Keiiti Aki
Keiiti Aki (jap. 安芸 敬一, Aki Keiichi; * 3. März 1930 in Yokohama, Japan; † 17. Mai 2005 in Saint-Pierre, Réunion, Frankreich) war ein japanischer Geophysiker und Seismologe.
Keiiti Aki wurde am 3. März 1930 in Yokohama geboren. Er studierte an der Universität Tokio Geophysik, wo er 1952 seinen Bachelor und 1958 einen Doktorgrad erlangte. Für eine Postdocstelle wechselte er in demselben Jahr in die USA, wo er am California Institute of Technology forschte. Von 1963 bis 1966 war er Associate Professor an der Universität Tokio. 1966 holte ihn Frank Press wieder in die USA, wo er zunächst Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge und 1984 an der University of Southern California wurde, was er bis 2000 blieb.
Aki ist bekannt für das von ihm entwickelte Konzept des seismischen Moments zur Beschreibung der Stärke von Erdbeben. Bekannt wurde er in Fachkreisen auch als Buchautor, insbesondere durch das Buch Quantitative Seismology: theory and methods, das er ab 1975 gemeinsam mit Paul G. Richards verfasste. Es gilt als eines der Standardwerke in der Seismologie und wurde unter anderem in die russische, chinesische und japanische Sprache übersetzt.
In seinem Fachgebiet war Aki äußerst aktiv und nahm im Verlaufe seiner Karriere zahlreiche offizielle Ämter ein. Unter anderem war er Präsident der Seismologie-Abteilung der American Geophysical Union (AGU), Präsident der Seismological Society of America wie auch Vorsitzender des seismologischen Komitees der United States National Academy of Sciences (NAS). Er war 1991 auch maßgeblich am Aufbau des Southern California Earthquake Center (SCEC) beteiligt, dessen erster wissenschaftlicher Direktor er wurde. Im Lauf seiner Karriere betreute er über 50 Doktoranden und zahlreiche Postdocs.
Er starb am 17. Mai 2005 auf der zu Frankreich gehörenden Insel Réunion im Indischen Ozean, wo er seit seiner Emeritierung gelebt hatte.