Keine Gleichheit im Unrecht
Keine Gleichheit im Unrecht ist eine Formulierung aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts. Sie besagt, dass Personen keinen Anspruch darauf haben, vom Staat rechtswidrig begünstigt zu werden, nur weil dasselbe Organ jemanden anderen rechtswidrig begünstigt hat. In der rechtswissenschaftlichen Literatur sind auch die Schlagworte Keine Gleichbehandlung im Unrecht oder Kein Anspruch auf Fehlerwiederholung gebräuchlich.
- ↑ vgl. beispielsweise BVerwG, Urteil vom 13. April 2005 - 6 C 5.04 II. 3. b) cc)
- ↑ Michael Kloepfer: Gleichheit als Verfassungsfrage. Duncker & Humblot, Berlin 1980, S. 26.
- ↑ Albrecht Randelzhofer: Gleichbehandlung im Unrecht? JZ 1973, 536 ff.
- ↑ Joachim Burmeister: Selbstbindungen der Verwaltung. DÖV 1981, S. 503 ff.
- ↑ Gubelt, in: Ingo von Münch, Philip Kunig (Hrsg.): Grundgesetz-Kommentar, Bd. 1, 4. Auflage. 1992, Art. 3 Rz. 42.
- ↑ Jörn Ipsen: Staatsrecht II. Grundrechte. 24., überarbeitete Auflage. Vahlen, 2021, ISBN 978-3-8006-6619-5, S. 111, 148.