Kurenkahn
Unter dem Begriff Kurenkahn (lit. Kurėnas) werden mehrere Bootstypen zusammengefasst, die bis Ende des Zweiten Weltkriegs vor allem auf dem namengebenden Kurischen Haff im ehemaligen Ostpreußen als Fischer- aber auch als Transportboote eingesetzt wurden (teilweise wird der Begriff auch auf entsprechende Bootstypen des Frischen Haffs übertragen). Dieser Sammelbegriff tritt vor allem in neuerer Zeit auf – in historischen Schriften oder vor Ort wurden sie einfach als Fischerkähne bezeichnet oder unter ihrem jeweiligen Namen (Kurren-, Keitel- und Braddenkahn) benannt.
- ↑ Diese Behauptung läßt sich so nicht direkt belegen. Jaeger schreibt dazu im Glossar: „Allg. eingebürgerter Begriff für Kähne der großen Segelfischerei […] Meistens von Laien und Schriftstellern so genannt.“ Er selbst verwendet diesen Begriff kaum und auch in der dort zitierten Literatur tritt er nicht auf.