Kenotaph

Ein Kenotaph (selten auch Zenotaph oder Cenotaph; Neutrum von altgriechisch κενοτάφιον kenotáphion, deutsch leeres Grabmal, aus κενός kenós, deutsch leer und τάφος táphos, deutsch Grab) oder auch Scheingrab ist ein Ehrengrabmal für einen oder mehrere Verstorbene, das ausschließlich dem Totengedenken dient und nicht die tatsächliche Grabstätte mit den sterblichen Überresten markiert.

Mehrere Kenotaphe können in der Art einer Nekropole zusammengefasst sein. Aus gartenkünstlerischen Überlegungen angelegte Scheingräber werden als Scheinfriedhof bezeichnet. In der christlichen Kunst weit verbreitet sind Heilige Gräber als Nachbildungen der Grabeskirche.

  1. Duden | Kenotaph | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft. Abgerufen am 20. Juni 2020.
  2. Wilhelm Pape, Max Sengebusch (Bearb.): Handwörterbuch der griechischen Sprache. 3. Auflage, 6. Abdruck. Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914 (zeno.org [abgerufen am 13. November 2019]).
  3. Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 30. Juni 2024), S. 277: Kenotaph.