Kentauromachie

Die Kentauromachie (altgriechisch κενταυρομαχία kentauromachía, zusammengesetzt aus Κένταυρος Kéntauros, deutsch Kentaur und μάχη máchē, deutsch Kampf, Schlacht, lateinisch mit abweichender Betonung auf der drittletzten Silbe Centaurochia, deutsch auf der letzten Silbe Kentauromachíe, übersetzt „Kentaurenkampf“) ist ein griechisch-thessalischer Mythos. Er thematisiert den Kampf zwischen den Kentauren (Mischwesen aus Mensch und Pferd) und dem sagenhaften Volk der Lapithen, letzteres unterstützt von einigen Helden der Argonautensage. Der Kampf beginnt auf der Hochzeit des Peirithoos und endet nach einem blutigen Gemetzel mit der Vernichtung der Kentauren. Zuerst erwähnt in Homers Ilias, ausführlich ausgemalt in Ovids Metamorphosen, ist die Kentauromachie seit der frühesten Antike ein beliebter Gegenstand der bildenden Künste.

  1. Henry George Liddell, Robert Scott: A Greek-English Lexicon. Revised and Augmented throughout by Sir Henry Stuart Jones with the assistance of Roderick McKenzie. Clarendon Press, Oxford 1940, s. v. κενταυρομαχία.