Kernel-Modul

Als Kernel-Modul, Kernel-Erweiterungsmodul, oder Kernel-Erweiterung (englisch kernel module, kernel extension module, kernel extension) wird eine ergänzende Software­einheit bezeichnet, die ein laufender Kernel (Betriebssystem) während der Laufzeit und ohne Neustart laden kann. Kernel-Module erweitern die Fähigkeiten des Kernels, etwa indem Treiber, Dateisysteme, Systemaufrufe und andere Schnittstellen ergänzt werden, die der Kernel zunächst nicht umfasst.

Das Laden kann beim Initialisieren des Systems erfolgen oder auch erst dann wenn tatsächlicher Bedarf besteht – beim Anschließen eines Gerätes oder wenn bestimmte Funktionen aufgerufen werden – und wieder entladen, sobald es nicht mehr benötigt wird. Das wird als dynamisches Laden (englisch dynamic load) bezeichnet.

  1. Kernelmodule. In: Wiki von ubuntuusers.de. Abgerufen am 6. März 2020.
  2. Kernelmodule. In: Wiki von archlinux.de. Abgerufen am 6. März 2020.
  3. Alessandro Rubini, Jonathan Corbet: Module erstellen und starten. Kapitel 2. In: Linux-Gerätetreiber, 2. Auflage, April 2002. O'Reilly, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 25. August 2016; abgerufen am 6. März 2020.
  4. Bryan Henderson: Linux Loadable Kernel Module HOWTO. 24. September 2006, abgerufen am 6. März 2020 (englisch).