Kernkraftwerk Isar

Kernkraftwerk Isar
Kernkraftwerk Isar (Block 1 links im Bildhintergrund, Block 2 in der Mitte im Bildvordergrund, rechts der Kühlturm)
Lage
Koordinaten 48° 36′ 20″ N, 12° 17′ 35″ O
Land Deutschland Deutschland
Daten
Eigentümer Isar 1: Preussenelektra
Isar 2: 75 % PreussenElektra, 25 % SWM
Betreiber PreussenElektra
Projektbeginn 1971
Kommerzieller Betrieb Isar 1: 21. März 1979
Isar 2: 9. April 1988
Stilllegung Isar 1: 2017

Isar 2: 21. März 2024

Stillgelegte Reaktoren (Brutto)

2  (2397 MW)
Eingespeiste Energie im Jahr 2018 Isar 2: 11.477,22 GWh
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme Isar 1: 198.270 GWh
Isar 2: 334.410 GWh
Website PreussenElektra
Stand 31. Dezember 2018
Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation.

Das Kernkraftwerk Isar (Abkürzung KKI), auch nur Ohu I bzw. II liegt in Niederbayern, 14 Kilometer flussabwärts der Isar von Landshut auf dem Gebiet des Marktes Essenbach (Gemarkung Ohu).

Auf dem Werksgelände des Kraftwerks befinden sich zwei bautechnisch völlig unterschiedliche Reaktoren: Block 1 ist ein Siedewasserreaktor, Block 2 ein Druckwasserreaktor. Von März 2011 bis 15. April 2023 war nur noch Block 2 in Betrieb; für Block 1 wurde der Rückbau beantragt und 2017 genehmigt. Für Block 2 wurde der Rückbau beantragt und am 21. März 2024 genehmigt.

Ursprünglich sollte das KKW mit Ablauf des Jahres 2022 vom Netz gehen (siehe Atomausstieg); angesichts der weltweiten Energiekrise 2021–23 wurde allerdings 2022 vor dem Hintergrund der Versorgungssicherheit das Atomgesetz in Deutschland noch ein Mal geändert, sodass Block 2 des KKWs gemeinsam mit dem KKW Emsland und Block 2 des KKW Neckarwestheim noch bis zum 15. April 2023 im sogenannten Streckbetrieb blieb. Nach Angaben des Betreibers wurde mit 400 Mrd. kWh erzeugten Stroms am 11. November 2022 ein internationaler Leistungsrekord erreicht. Der Leistungsbetrieb wurde am 15. April 2023 um 23:52 Uhr beendet. Die Genehmigung zum Rückbau wurde am 21. März 2024 erteilt.

Block 2, oder Isar 2 war der leistungsstärkste deutsche Reaktor und bis zu seiner Abschaltung einer der leistungsstärksten Reaktorblöcke der Welt.

  1. 1 2 PreussenElektra: Kraftwerk Isar 1 & 2. Online auf www.preussenelektra.de, abgerufen am 27. November 2016.
  2. Vera Gaserow: Mirage–Absturz nahe Ohu I: Sekunden am GAU vorbei. In: Die Tageszeitung: taz. 31. März 1988, ISSN 0931-9085, S. 1–2 (taz.de [abgerufen am 22. April 2023]).
  3. Broschüre von E.ON-Unternehmenskommunikation, undatiert (von ca. 2000)
  4. Abbau von Atomkraftwerk genehmigt – Isar 1 verschwindet, heise online vom 24. Januar 2017.
  5. Rückbau kann starten: PreussenElektra erhält Genehmigung zur Stilllegung und zum Abbau des Kernkraftwerks Isar 2. In: preussenelektra.de. PreussenElektra GmbH, 22. März 2024, abgerufen am 14. April 2024.
  6. Atomausstieg rückt näher: Rückbauantrag für Isar 2 gestellt. 9. Mai 2019, abgerufen am 23. November 2019.
  7. Bundesgesetzblatt BGBl. Online-Archiv 1949–2022 | Bundesanzeiger Verlag. (PDF) Abgerufen am 3. Januar 2023.
  8. Kernkraftwerk Isar 2 liefert 400 Milliarden Kilowattstunden Strom. PreussenElektra, 22. November 2022, abgerufen am 10. Januar 2023.
  9. Kernkraftwerk Isar 2 beendet den Leistungsbetrieb nach 35 erfolgreichen Jahren. In: Preussen Elektra. 16. April 2023, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. April 2023; abgerufen am 16. April 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. Preussen Elektra: Rückbau kann starten: PreussenElektra erhält Genehmigung zur Stilllegung und zum Abbau des Kernkraftwerks Isar 2. In: Pressemitteilungen 2024. Preussen Elektra, 22. März 2024, abgerufen am 3. Mai 2024 (deutsch).
  11. PRIS – Reactor Details. Abgerufen am 12. März 2019.