Keupstraße
Die Keupstraße ist eine 890 Meter lange Straße im rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Mülheim. Sie entstand im späten 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung und entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer Wohn- und Geschäftsstraße mit stark migrantisch geprägter Bevölkerung und Geschäftsstruktur. Heute ist sie vor allem für ihr Einzelhandels- und Gastronomieangebot bekannt, das überwiegend von türkisch- und kurdischstämmigen Unternehmern getragen wird.
Bundesweite Bekanntheit erlangte die Keupstraße durch den Nagelbombenanschlag am 9. Juni 2004, bei dem 22 Menschen verletzt wurden. Die Tat wurde später der rechtsterroristischen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) zugerechnet und gilt als ein zentrales Ereignis in der deutschen Auseinandersetzung mit rechtsextremem Terrorismus und institutionellem Rassismus.