Grimms Märchen

Grimms Märchen nennt man volkstümlich die berühmte Sammlung Kinder- und Hausmärchen, in der Forschungsliteratur auch als KHM abgekürzt, die Jacob und Wilhelm Grimm als Brüder Grimm von 1812 bis 1858 herausgaben.

Die Brüder sammelten auf Anregung der Romantiker Clemens Brentano, Achim von Arnim und Johann Friedrich Reichardt ursprünglich für deren Volksliedersammlung Des Knaben Wunderhorn ab 1806 Märchen aus ihrem Bekanntenkreis und aus literarischen Werken. Sie waren ursprünglich nicht nur für Kinder gedacht, sondern entstanden vor allem aus volkskundlichem Interesse und erhielten entsprechende märchenkundliche Kommentare. Wilhelm Grimms sprachliche Überarbeitungen schufen daraus einen Buchmärchenstil, der bis heute das Bild von Märchen prägt.

Die Sammlung stellt „die erste systematische Zusammenfassung und wissenschaftliche Dokumentation von Märchentraditionen“ dar und wurde in über 160 Sprachen übersetzt. Wegen der weltweiten Wirkung und weil so aus traditionellen Märchenüberlieferungen aus mehreren Kulturen eine neue Tradition entstand, wurden Grimms Märchen im Jahr 2005 in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.

  1. Welterbe seit 2005: Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm auf der Webseite des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, abgerufen am 20. Juli 2025.
  2. Weltdokumentenerbe: Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm auf unesco.de, abgerufen am 20. Juli 2025.