Kinsauer Zahnradbahn

Kinsauer Zahnradbahn
Zahnradlokomotive 3379 mit zwei Güterwagen
auf dem Zahnstangenabschnitt (1909)
Streckenlänge:3,5 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung:Adhäsion 29 
Zahnstange 150 
Zahnstangensystem:Riggenbach
Streckengeschwindigkeit:Adhäsion 10 km/h
Zahnstange 6 km/h
von Landsberg (Lech)
0,000 Kinsau (Anst, ehem. Bf) 713 m
nach Schongau
1,700 Rangierbahnhof
2,612 Beginn Zahnstange
2,996 Ende Zahnstange
3,500 Holzstofffabrik 638 m

Quellen:

Die Kinsauer Zahnradbahn war eine Werksbahn auf dem Gebiet der oberbayerischen Gemeinde Kinsau. Sie verband die Holzstofffabrik Kinsau der Aktiengesellschaft Papierfabrik Hegge mit dem Bahnhof Kinsau an der Bahnstrecke Landsberg–Schongau. Die 3,5 Kilometer lange, in Normalspur ausgeführte Anschlussbahn wurde 1907 eröffnet. Aufgrund der starken Steigung am Steilhang des Lechs war sie auf einem Teilabschnitt mit einer Zahnstange des Systems Riggenbach ausgestattet und war damit die erste Zahnradbahn im Königreich Bayern. 1929 wurde sie aufgrund der Einstellung der Holzstoffproduktion stillgelegt.

  1. Eisenbahnatlas Deutschland. 11. Auflage. Schweers + Wall, Köln 2020, ISBN 978-3-89494-149-9.
  2. Peter Rasch: Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach. 2011, S. 245, 246, 248.
  3. Peter Paul Schmitt: Das Wasserkraftwerk am Lech bei Kinsau. 1990, S. 18–19.