Kirchenmassaker von Suai

Bei dem Kirchenmassaker von Suai wurden am 6. September 1999 zahlreiche Zivilisten durch Mitglieder der pro-indonesischen Miliz Laksaur in der Kirche Nossa Senhora do Rosario (einige Quellen nennen die Kirche Ave Maria) in Suai (Distrikt Cova Lima, Osttimor) ermordet. Nur 26 der vermutlich bis zu 200 Opfer konnten identifiziert werden. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Miliz Unterstützung durch die Streitkräfte Indonesiens erhielt. Damit steht das Massaker exemplarisch als Beleg gegen die Behauptung von vielen indonesischen Führern, die Gewaltwelle nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Osttimor 1999 sei ein spontaner Aufstand der Osttimoresen gewesen.

Vor dem Menschengerichtshof in Jakarta für die Verbrechen in Osttimor wurden zwar 18 Personen angeklagt, aber nur sechs verurteilt. Deren Strafen wurden später von der obersten Instanz aufgehoben.

  1. CAVR - Das Kirchenmassaker von Suai (englisch; PDF; 35 kB)
  2. Hamish McDonald et al.: Masters of Terror: Indonesia's military & violence in East Timor in 1999, Strategic and Defence Studies Centre, Australian National University, Canberra 2002, ISBN 07315 54191.
    1. S. 75.
    2. S. 3.
  3. Monika Schlicher: Osttimor stellt sich seiner Vergangenheit, abgerufen am 10. September 2018.