Klangflächenkomposition

Klangflächenkompositionen sind eine in den 1950er Jahren entwickelte Art der Komposition, die ihren Fokus besonders auf Klang, Klangflächen, das Fortschwingen von Klängen und die Auflösung zeitlicher und harmonischer Strukturen legen. Klangflächenkompositionen sind durch Akkordbänder und übereinandergelegte Akkorde sowie vertikale und horizontale Tonverbindungen in Form von Clustern und Glissandi geprägt. Durch die Techniken der Klangflächenkompositionen wird ein ungewöhnlicher Klangeindruck vermittelt. Zu den wichtigsten Vertretern zählen György Ligeti (Atmosphères für Orchester (1961), Volumina für Orgel (1961) oder Requiem für Chor und Orchester (1965)), Friedrich Cerha (Spiegel (1960–1972)), Krzysztof Penderecki (Anaklasis (1960)) und Henryk Górecki. Die Klangflächenkompositionen sind eine Weiterentwicklung der seriellen Musik und werden oft mit anderen Kompositionstechniken unter dem Begriff der Klangkomposition zusammengefasst.

  1. György Ligeti: Lust am Spiel - Elbphilharmonie Mediathek. Abgerufen am 19. September 2024.