Kleinkuppenlandschaft

Als Kleinkuppenlandschaft bezeichnet man eine seltene geomorphologische Landschaftsform. Sie zeigt sich in dem auf engem Raum vorhandenen Wechsel von meist gehölzbestandenen Vollformen (Kleinkuppen und Flachrücken mit teilweise durchragender Felsbasis aus Syenodiorit) mit flachen bis wannenartigen, überwiegend landwirtschaftlich genutzten Hohlformen und einer „Kuppenfrequenz“ von mehr als 3 Kuppen pro km². Diese zahlreich vorhandenen bewaldeten Kleinkuppen, Einzelgehölze und Gebüsche, Teiche und Tümpel mit typischer, teils unter Artenschutz stehender Flora und Fauna im Wechsel mit Acker- und Wiesenflächen prägen und gliedern das Landschaftsbild.

Für Mitteleuropa sind diese Gefildelandschaften in ihrer Kleinräumigkeit einmalig und begründen damit ihre überregionale Bedeutung. Von den Erhebungen aus eröffnen sich interessante Aussichten in eine harmonisch wirkende Kulturlandschaft.

  1. Regionalplan Oberes Elbtal/Osterzgebirge, 1. Gesamtfortschreibung, Seite 134, Beteiligungsentwurf 06/2008 zur Auslegung gemäß § 6 Abs. 4 SächsLPlG.