Kleinspannung

Kleinspannung (englisch Extra Low Voltage, ELV) ist eine Spannung in der Elektrotechnik, die Grenzwerte für den Spannungsbereich I nach IEC 61140 nicht überschreitet.

Es handelt sich um denjenigen Teilbereich der Niederspannung, der folgende Werte nicht überschreitet:

Diese Werte gelten entsprechend der Grenze für die dauernd zulässige Berührungsspannung für erwachsene gesunde Menschen und normale Anwendungsfälle als nicht lebensbedrohlich. Für besondere Anwendungsfälle sind niedrigere Werte festgelegt (siehe VDE 0100 Gruppe700).

Spannungsbereiche Wechselspannung Gleichspannung Gefahr
Hochspannung   > 1000 V > 1500 V Lichtbogen
Niederspannung   ≤ 1000 V ≤ 1500 V Stromunfall
Kleinspannung ≤ 50 V ≤ 120 V Feuer

Die EU-Niederspannungsrichtlinie gilt für Wechselspannungen über 50V Effektivwert und Gleichspannung über 75V und die Produktsicherheitsrichtlinie für das Segment der Kleinspannung, welches diese Grenzwerte unterschreitet.

Bei Spannungen unter der Hälfte der für gesunde Erwachsene angegebenen Grenzen, also unter 25V Wechselspannung oder unter 60V Gleichspannung, kann gänzlich auf einen Schutz gegen Berühren verzichtet werden; bei diesen „berührungssicheren“ Spannungen wird ein Stromunfall ausgeschlossen, sie gelten auch für Haustiere, Kinder und Vorgeschädigte als ungefährlich. Es bestehen jedoch weiterhin Gefahren durch Kurzschluss, Erhitzung, Entwicklung giftiger Dämpfe, Feuer.

In Bereichen der Feuchtrauminstallationen gelten andere Bedingungen: auf Isolation gegen Berühren kann nicht verzichtet werden, und Wechselspannungen sind auf 25V bzw. 12V und Gleichspannungen auf 60V begrenzt.

Je nach Höhe der Spannung und Art der elektrischen Trennung wird zwischen den drei Systemen SELV, PELV und FELV entsprechend der folgenden Abschnitte unterschieden:

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  2. https://www.elektro-wissen.de/Elektroinstallation/fehlerarten.html.
  3. Feuchträume wie Bäder sind in Bereiche unterteilt, siehe z.B. Boy/Dunkhase: Elektro-Installationstechnik, Vogel-Buchverlag, ISBN 978-3-8343-3079-6.