Kleinstspende
Der Begriff Kleinstspende (auch: Kleinspende, Mikrospende) bezeichnet Spenden geringer Geldbeträge.
Traditionell gehören dazu zum Beispiel ein Beitrag zum Klingelbeutel beziehungsweise das Spenden von geringen Wechselgeldbeträgen an karitative Einrichtungen in dafür bereitgestellte Behälter zum Beispiel an Warenhauskassen. Auch spielt das Spendensammeln von kleineren Beträgen mittels Mehrwertdiensten, SMS und Micropayment- bzw. Social-Payment-Zahlungssystemen eine zunehmende Rolle.
Sowohl im karitativen als auch im Parteispendenbereich haben Kleinstspenden in der Moderne eine wichtiger werdende Bedeutung: So schaffte es zum Beispiel Barack Obama während des Wahlkampfes zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten im Jahre 2008 alleine im Juni dieses Jahres 52 Millionen US-Dollar über Onlinedienste einzuwerben; 31 Millionen Dollar davon waren Kleinstspenden von 200 Dollar oder weniger.
- 1 2 W. Rainer Walz, Ludwig von Auer (Hrsg.): Spenden- und Gemeinnützigkeitsrecht in Europa. Rechtsvergleichende, rechtsdogmatische, ökonometrische und soziologische Untersuchungen. Mohr Siebeck (Tübingen) 2007, S. 50, ISBN 978-3-16-149135-1
- ↑ Gerhard Geckle: Das neue Gemeinnützigkeitsrecht - Mit dem neuen Spenden- und Stiftungsrecht, S. 78, 1. Auflage, Haufe Mediengruppe (Nov 2007), ISBN 978-3-448-08732-1
- ↑ Manuel Merz, Stefan Rhein, Julia Vetter: Wahlkampf im Internet: Handbuch für die politische Online-Kampagne, S. 169, Lit Verlag (Mai 2009), ISBN 3-8258-9262-X