Kloster Dadiwank

Dadiwank (armenisch Դադիվանք, auch Խութավանք Khutavank bzw. Chotawank „Kloster auf dem Hügel“; aserbaidschanisch Xudavəng Monastırı) ist ein Kloster und ein hoher Kultort der Armenisch-Apostolischen Kirche mit kunstvoll verzierten mittelalterlichen Gebäuden in dem Dorf Vəng im aserbaidschanischen Bezirk Kəlbəcər. Der Baukomplex bildet ein Hauptwerk der armenischen Architektur des Mittelalters.

Das Kloster befindet sich in einem waldreichen Gebiet am Südrand des Murovdağgebirges, 1,5 Kilometer nördlich des Flusses Tartar, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Stepanakert und 150 Kilometer östlich von Erewan. Die Hauptkirche, die unter dem Patrozinium der heiligen Muttergottes (armenisch: Surb Astvatsatsin) steht, entstand um 1214 und diente später auch als Kathedrale einer armenischen Kirchenprovinz.

Die Region mit dem Tal von Dadiwank gelangte während des Bergkarabachkonflikts de facto an die international nicht anerkannte armenische Republik Bergkarabach (seit 2017 Republik Arzach) und lag in deren Bezirk Schahumjan. Seit dem Krieg um Bergkarabach 2020 steht es wieder unter der Hoheit Aserbaidschans, wird aber von russischen Friedenstruppen geschützt.

  1. Жеан-Паул Лабурдетьте, Доминикуе Аузиас, Армения, Petit Futé, 2007, S. 203
  2. Robert G. Ousterhout: A Byzantine settlement in Cappadocia. (Dumbarton Oaks Studies, Band 2) Dumbarton Oaks Research Library & Collection, 2006, S. 151: In the Armenian monastery of Dadivank', however, dated 1211, a four-columned, domed hall is set into a range of rooms that included the kitchen and refectory.