Kloster Medingen
Das Kloster Medingen in Medingen, einem Ortsteil von Bad Bevensen in Niedersachsen, ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster, das seit der Reformation als evangelisches Damenstift besteht. Es entstand 1228 vom Zisterzienserinnenklosters Wolmirstedt aus, zunächst in Restorf (heute Ortsteil von Höhbeck, Kreis Lüchow-Dannenberg) und nach einigen Umsiedlungen seit 1336 in Medingen (damals noch Zellensen). Medingen liegt ca. 16 Kilometer nördlich der alten Hansestadt Uelzen. Das Kloster entfaltete zu seiner Blütezeit im 16. Jahrhundert eine große kulturgeschichtliche Bedeutung, vor allem durch die schriftliche Verbreitung mittelalterlicher Lieder.
Nach einem Brand im Januar 1781 wurden die Klostergebäude abgerissen, 1782 begann der Bau des heutigen Komplexes, in dem Kirche und Wohngebäude eine bauliche Einheit bilden. Architekt war Christian Ludwig Ziegler. Am 24. August 1788 wurde die Kirche geweiht.
Das Kloster Medingen gehört mit den Konventen in Lüne, Ebstorf, Isenhagen, Wienhausen und Walsrode zu den fünf „Lüneburger Klöstern“ oder „Heideklöstern“, die seit dem Mittelalter in der Lüneburger Heide bestehen und heute als evangelische Damenstifte geführt werden.
- ↑ Ursula Pechloff: Ev. Damenstift Kloster Medingen: ehemaliges Zisterzienserinnenkloster St. Mauritius. Passau 2004, S. 2–11.