Knöchel

Der Knöchel (lateinisch Malleolus, ‚Hämmerchen‘, Diminutiv von lateinisch malleus, ‚Hammer‘), genannt auch Fußknöchel (älter auch Enkel, verwandt mit mittelhochdeutsch anke ‚Gelenk‘), ist ein Knochenhöcker am unteren Ende des Unterschenkels. Er bildet den oberen Teil des Sprunggelenks, des Verbindungsgelenks zwischen Fuß und Bein, und gehört medizinisch-anatomisch betrachtet zum Bein und nicht zum Fuß.

Der Knöchel bildet die Gelenkpfanne des Sprunggelenkes aus. Das untere Ende des Wadenbeins bildet den tiefer herabreichenden Außenknöchel (lateinisch-anatomisch Malleolus lateralis (fibulae)), das untere Ende des Schienbeines den Innenknöchel (lateinisch-anatomisch Malleolus medialis (tibiae)).

  1. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Herausgegeben von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 166 (Enkel).