Knallquecksilber

Strukturformel
Allgemeines
Name Knallquecksilber
Andere Namen
  • Quecksilber(II)-fulminat
  • Quecksilberfulminat
  • Quecksilberdifulminat
  • Quecksilbercyanat
Summenformel Hg(CNO)2
Kurzbeschreibung

weiß-graues Pulver

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 628-86-4
EG-Nummer 211-057-8
ECHA-InfoCard 100.010.053
PubChem 11022444
Wikidata Q309033
Eigenschaften
Molare Masse 284,62 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,42 g·cm−3

Schmelzpunkt

explodiert oberhalb von 160–180 °C

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser (100 mg·l−1 bei 15,5 °C)

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), ggf. erweitert

Gefahr

H- und P-Sätze H: 200331311301373410
P: ?
MAK

0,1 mg·m−3

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Knallquecksilber (chemisch: Quecksilber(II)-fulminat) ist das Quecksilbersalz der Knallsäure. Es bildet in reiner Form farblose Kristalle und ist giftig. Die Kristalle zerfallen explosionsartig bei geringer mechanischer oder thermischer Belastung. Knallquecksilber fand historisch als Initialsprengstoff Verwendung.

  1. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-76.
  2. 1 2 3 4 5 6 Eintrag zu Quecksilberfulminat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 17. Februar 2017. (JavaScript erforderlich)
  3. Eintrag zu Mercury difulminate in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.