Kognitive Verzerrung
Kognitive Verzerrungen oder kognitive Fehler (englisch cognitive bias/error/fallacy) sind ein kognitionspsychologischer Sammelbegriff: Eigenschaften der zu verarbeitenden Information werden dabei systematisch verzerrt verstanden bzw. mental repräsentiert. Urteilsfehler oder Beurteilungsfehler als verzerrte Wahrnehmungen und Interpretationen der Realität, die nicht absichtlich vorgenommen werden, sondern vielmehr eine (unerwünschte) Begleiterscheinung allgemeiner Prinzipien der menschlichen Informationsverarbeitung sowie sozialer Einflussprozesse darstellen, sind ein anderer Begriff dafür. Dies kann ggf. fehlerhafte oder suboptimale Entscheidungen oder Handlungen forcieren. Kognitive Fehler kann man als Oberbegriff sehen, Kognitive Verzerrungen sind die Ursache und Urteilsfehler das Ergebnis dieser kognitiven Fehler.
Betroffen von der kognitiven Verzerrung der Informationsverarbeitung können Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Emotionen, Motivation, Handlungsregulation und Verhaltenskontrolle sein.
Kognitive Verzerrungen beginnen, lange bevor wir bewusst über eine Sache nachdenken. Psychologen wie Daniel Kahneman oder Amos Tversky haben gezeigt, dass die menschliche Wahrnehmung oft alles andere als vollständig und sehr selektiv ist.
- ↑ Urteilsfehler. Abgerufen am 23. November 2025.
- ↑ Markus Wirtz: kognitive Fehler im Dorsch Lexikon der Psychologie. 2023 (hogrefe.com [abgerufen am 23. November 2025]).
- ↑ Markus Wirtz: kognitive Fehler im Dorsch Lexikon der Psychologie. 2023 (hogrefe.com [abgerufen am 8. März 2025]).
- ↑ Christoph Elhard: Unsere visuelle Wahrnehmung ist rationaler als wir denken ETH-News vom 12. Juni 2023