Kohlekraftwerk

Ein Kohlekraftwerk ist ein Dampfkraftwerk, in dem Kohle verbrannt wird, um elektrischen Strom zu erzeugen. Es gibt Kraftwerke für Braunkohle und für Steinkohle. Die Kraftwerkstypen sind speziell für den jeweiligen Brennstoff mit seinen verfahrenstechnischen Eigenheiten, seinem Heizwert und seinen Ascheanteilen konzipiert.

Weltweit hatte der Kohlestrom im Jahr 2024 einen Anteil von 35 Prozent bei der Erzeugung von elektrischem Strom, 2015 waren es 40,7 Prozent gewesen.

In Deutschland wird mit braunkohlegefeuerten Kohlekraftwerken Strom für die Grundlast und mit Steinkohle hauptsächlich für die Mittellast erzeugt, wobei 2016 aus Braunkohle 22,2 % (134,9 TWh) und aus Steinkohle 16,4 % (99,8 TWh) des Stroms als Netzeinspeisung erzeugt wurden. Die Werte beinhalten nicht Erzeugung für den Eigenbedarf. 2024 waren bei der Netzeinspeisung 15,1 % (71,10 TWh) aus Braunkohle und 5,14 % (24,16 TWh) aus Steinkohle. Ein einzelner Kraftwerksblock hat eine typische elektrische Leistung von bis zu 1000 Megawatt.

Außer in der VR China werden seit etwa 2018 mehr alte Kapazitäten stillgelegt als neue in Betrieb genommen. In Europa wurden im Jahr 2020 Kohlekraftwerke mit geschätzt 8.300 MW Kapazität stillgelegt.

  1. World Development Indicators: Electricity production, sources, and access. Weltbank, abgerufen am 4. Oktober 2018.
  2. faz.net: Kohlekraft weltweit auf dem Rückzug (3. August 2020)