Kohlenhobel

Ein Kohlenhobel ist eine Maschine, die im Bergbau zur Gewinnung in Kohleflözen eingesetzt wird. Sie schält die Kohle am Vorderende ähnlich wie ein Hobel ab. Dabei beträgt die Stärke des abgeschälten Hobelspans, je nach Hobel zwischen sechs und zehn Zentimeter. Vereinzelt gab es auch Hobeltypen die bis zu 25 Zentimeter abschälen konnten. Der Kohlenhobel, der auf dem Bergwerk Ibbenbüren erfunden wurde, ist ein Element zur Mechanisierung der Kohlengewinnung. Er wird überwiegend bei Mächtigkeiten unterhalb von 130 Zentimetern eingesetzt. Mit modernen, technisch weiterentwickelten Kohlenhobeln, ist es möglich Flöze mit einer Mächtigkeit von nur einem Meter ohne Nebengestein zu gewinnen. Er ist in flacher und geneigter Lagerung mit bis zu 60 Gon einsetzbar. Mit modernen Hobelanlagen kann sowohl wenig feste als auch härtere Kohle gewonnen werden. Bei der Gewinnung von mächtigen Flözen ist der Kohlenhobel jedoch in der Regel dem Walzenschrämlader unterlegen. Auf dem Bergwerk Ibbenbüren wurden dennoch Flöze mit Mächtigkeiten von bis zu drei Metern mit dem Kohlenhobel gewonnen. Der große Vorteil des Kohlenhobels, gegenüber dem Walzenlader, liegt in seinen vergleichsweise niedrigen Anschaffungskosten.

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