Kom Ombo

Kom Ombo in Hieroglyphen


Nubti
Nwbtj
Goldene Stadt / Die Goldene
Griechisch Ὄμβος Ombôs
Koptisch Embou
Doppeltempel von Kom Ombo

Kom Ombo (arabisch كوم أمبو, DMG Kūm Umbū; koptisch ⲉⲙⲃⲱ Embou), auch als Ombos und Embou bekannt, ist eine Industriestadt und archäologisch bedeutsame Ausgrabungsstätte am Ufer des Nils in Oberägypten, etwa 40 Kilometer nördlich von Assuan und 150 Kilometer südlich von Luxor. Die über 75.000 Einwohner (Berechnung: 2010) zählende Ortschaft befindet sich, wie viele der oberägyptischen Ansiedlungen, an der Ostseite des Nils.

Die Umgebung von Kom Ombo ist von der Landwirtschaft geprägt, die aber auch durch den Zuckerrohranbau zum Aufbau großer Zuckerfabriken beitrug. Bekannt ist Kom Ombo (kom, arabisch für Hügel) für den 8 Kilometer südlich im Dorf Darau (Daraw) stattfindenden größten Kamelmarkt Ägyptens und die Ruinen des altägyptischen Doppeltempels direkt am Nilufer.

Kom Ombo war während der 2. Dynastie um 2800 v. Chr. unter dem Namen Nubti („goldene Stadt“) gegründet worden. In ptolemäischer Zeit hieß der Ort auch Omboi (griechisch Ὄμβοι) oder auch Ombos (Ὀμβος). Daraus wurde in der römischen Epoche der Name Ombi abgeleitet. Aber auch das lateinische Ambo ist aus dieser Zeit überliefert, worauf sich die nachfolgende koptische Form Embou bezog.

  1. Ian Robert Taylor: Deconstructing the iconography of Seth. (Dissertation) Department of Classics, Ancient History and Archaeology College of Arts and Law Birmingham; University of Birmingham, Birmingham 2016, S. 112–114, 117 u. 125 (Volltext als PDF).
  2. World Gazetteer − Ägypten: Die wichtigsten Orte mit Statistiken zu ihrer Bevölkerung (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2024. Suche im Internet Archive )
  3. Hans-Günter Semsek: Ägypten. Die klassische Nilreise. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2007, ISBN 3-7701-5841-5, S. 183.
  4. Ὄμβοι / Ὀμβος (www.trismegistos.org)