Kombinat Mikroelektronik Erfurt

VEB Kombinat Mikroelektronik Erfurt
Rechtsform VEB Kombinat
Gründung 1. Januar 1978
Auflösung 28. Juni 1990
Auflösungsgrund Umwandlung in eine AG
(PTC-electronic AG)
diese wurde bis 2004 liquidiert
Sitz Erfurt,
Deutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik
Leitung Heinz Wedler (Nov 1978 – Nov 1989)
Rainer Jüngel (Dez 1989 – Okt 1990)
(Generaldirektor)
Mitarbeiterzahl 60.000 (1989)
55.943 (1990)
Branche Elektrotechnik, Elektronik, Mikroelektronik, Hardware

Der VEB Kombinat Mikroelektronik Erfurt (KME) war ein Kombinat Volkseigener Betriebe in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), das 1978 nach Auflösung der VVB Bauelemente und Vakuumtechnik (BuV) gegründet wurde. Stammbetrieb des Kombinats war das Funkwerk Erfurt (FWE), das 1983 den Namen VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ Erfurt (MME) erhielt. Die Gründung des Kombinats war ein Resultat der am 23./24. Juni 1977 vom Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands gefassten Maßnahmen „Zur weiteren Verwirklichung der Beschlüsse des IX. Parteitags der SED auf dem Gebiet der Elektrotechnik und Elektronik“.

Das Kombinat Mikroelektronik Erfurt bildete zusammen mit dem Kombinat VEB Elektronische Bauelemente Teltow, dem VEB Kombinat Robotron Dresden und dem Kombinat VEB Carl Zeiss Jena die industrielle Basis des Spitzentechnologie-Programms der DDR im Bereich Elektronik. Diese Kombinate waren direkt dem Ministerium für Elektrotechnik und Elektronik unterstellt. Weitere zentralgeleitete Kombinate der elektrotechnischen Industrie können in der Liste von Kombinaten der DDR eingesehen werden.

  1. Zeitreise: Erfurt, Kombinat Mikroelektronik Erfurt, kurzes Video (1:30 Min.) auf www.mdr.de.
  2. „Die Wirtschaft – Unabhängige Wochenzeitung für Wirtschaft, Handel und Finanzen“ (Hrsg.): Kombinate: Was aus ihnen geworden ist. Reportagen aus den neuen Ländern. Verlag Die Wirtschaft, München 1993, ISBN 3-349-01041-5, S. 377–381. (Anhang: Zentralgeleitete Kombinate der Industrie und des Bauwesens nach Ministerien, Stand 30. Juni 1990, basierend auf Zahlen des statistischen Betriebsregisters der DDR)