Die Kommodore Ruser war ein ehemaliges deutsches Lotsenstationsschiff, das in der Elbmündung stationiert war.
Sie war eines von sechs typgleichen Schiffen der Kommodore-Rolin-Klasse, die in den Mündungen der Gewässer Elbe, Weser/Jade und Ems stationiert waren bzw. zum Teil noch sind. Gebaut wurde die Kommodore Ruser unter der Baunummer 519 auf der Meyer Werft in Papenburg. Die Kiellegung fand am 29. April, der Stapellauf am 15. August 1963 statt. Die Fertigstellung erfolgte im April 1964. Benannt wurde das Schiff nach dem Kapitän und Polarforscher Hans Ruser.
Der Antrieb des Schiffes erfolgte dieselelektrisch. Die beiden Fahrtmotoren mit einer Leistung von jeweils 456 kW wirkten auf zwei Festpropeller. Das Schiff erreichte dadurch eine Geschwindigkeit von 13 Knoten.
Eigner des Schiffes war das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), betrieben wurde es vom Lotsbetriebsverein e. V., Außenstelle Cuxhaven, auf der Station Elbe.
Die Kommodore Ruser diente zuletzt als Ersatzschiff für das SWATH-Lotsenstationsschiff Elbe, das die im Juli 2001 außer Dienst gestellte Kapitän Hilgendorf ersetzt hatte, und kam immer dann zum Einsatz, wenn die Elbe ihrerseits zum Personalwechsel und zum Bunkern in Cuxhaven die Station in der Elbmündung vorübergehend verlassen musste. Anfang 2010 wurde das Schiff als Lotsenstationsschiff außer Dienst gestellt.
- ↑ Tschüs, „Kommodore Ruser“, Die Welt, 28. Januar 2010, abgerufen am 7. Juni 2011