Kommunikationstafel
Eine Kommunikationstafel ist eine Kommunikationshilfe, die in der Unterstützten Kommunikation genutzt wird, damit sich kommunikationsbeeinträchtigte Menschen besser verständigen können. Kommunikationstafeln bestehen aus einer Unterlage (meistens aus Holz, Pappe oder Kunststoff usw.) und den darauf befestigten Symbolen. Die Symbole sind in der Regel zweidimensional (zum Beispiel Schriftsprache, Fotos, Piktogramme, Bliss-Symbole), können jedoch auch aus dreidimensionalen Objekten bestehen (taktile Symbole, Objektsymbole). Jedes Symbol hat eine bestimmte Bedeutung. Die kommunikationsbeeinträchtigte Person zeigt auf die Symbole, so dass der Gesprächspartner weiß, was sie ausdrücken möchte.
Zur besseren Haltbarkeit werden Kommunikationstafel fast immer laminiert, d. h. in Folie eingeschweißt. Kommunikationstafeln sind leicht und daher gut tragbar – sie können auch unter einer Plexiglasscheibe am Rollstuhltablett angebracht sein, in zusammenklappbarer Form mitgenommen werden oder z. B. im Netz eines Rollstuhles liegen. Bei großem Vokabular bilden mehrere Tafeln zusammen ein Kommunikationsbuch (z. B. in einem Ringbuchordner). Kommunikationstafeln können allgemeine Tafeln sein, die Vokabular enthalten, das in möglichst vielen Situationen genutzt werden kann. Darüber hinaus ist es häufig sinnvoll, für bestimmte Situationen (z. B. Morgenkreis, Kochunterricht, Krankenhausaufenthalt, Spielsituationen) themenspezifische Tafeln herzustellen.
Kommunikationstafeln sind meistens nicht-elektronisch, es gibt jedoch auch elektronische Kommunikationstafeln, die z. B. über Leuchtfelder verfügen, damit sie mit indirekten Selektionsverfahren angesteuert werden können. Wenn eine Kommunikationstafel über Sprachausgabe verfügt, nennt man sie nicht mehr Kommunikationstafel, sondern Sprachausgabegerät.
- ↑ Ursula Braun: Kleine Einführung in den Einsatz von Kommunikationstafeln. In: Unterstützte Kommunikation 2-3/1997, von Loeper-Verlag, Karlsruhe 1997, S. 6
- ↑ Jens Boenisch: Erstellung und Aufbau von Kommunikationstafeln in Frühförderung, Schule, Werkstatt, Wohnheim und Familie. In: Unterstützte Kommunikation 2/2004, von Loeper-Verlag Karlsruhe 2004, 5
- ↑ Thomas Franzkowiak: Verständigung mit Hilfe von grafischen Symbolen. In: ISAAC, von Loeper Verlag (Hrsg.): Handbuch für Unterstützte Kommunikation. Von Loeper Verlag, Karlsruhe, Stand September 2003, S. 03.013.001-03.019.001
- ↑ Monika Hüning-Meier, Conny Pivit: Nichtelektronische Kommunikationshilfen – Eine Einführung. In: ISAAC, von Loeper Verlag (Hrsg.): Handbuch für Unterstützte Kommunikation. Von Loeper Verlag, Karlsruhe Stand 2003, S. 03.003.001f
- ↑ Ursi Kristen: Wie Kerstin lernt, über Bilder zu kommunizieren. In: Unterstützte Kommunikation 2-3/1997, von Loeper-Verlag, Karlsruhe 1997, S. 18–23