Konformitätsexperiment von Asch
Das Konformitätsexperiment von Asch (kurz Asch-Experiment) war eine Studienreihe aus der Psychologie, die 1951 von Solomon Asch veröffentlicht wurde. Die Teilnehmenden sollten die Länge einer Linie im Vergleich zu anderen Linien einschätzen. Von den Teilnehmenden war jedoch nur eine Person eine wirkliche Versuchsperson. Die Übrigen nahmen heimlich als Eingeweihte der Versuchsleitung teil. Auf Anweisung der Versuchsleitung gaben die Eingeweihten einstimmig falsche Antworten. 76 % der Versuchspersonen passten sich mindestens einmal einem falschen Mehrheitsurteil an.
Das Ziel des Asch-Experiments war herauszufinden, ob Menschen auch dann konformes Verhalten zeigen, wenn die richtige Antwort eindeutig ist. Die Studien konnten zeigen, dass Menschen in einer Gruppe manchmal offensichtlich falsche Aussagen treffen, um der Gruppenmeinung zu entsprechen.
Das Asch-Experiment leistete einen Beitrag zur Erklärung von konformem Verhalten in Gruppen. Konformität wurde anhand des Experiments vor allem damit erklärt, dass Menschen sich an Gruppennormen anpassen, um akzeptiert zu werden (normativer sozialer Einfluss). Die Ergebnisse der Asch-Studien gelten aufgrund der Befunde mehrerer Replikationen als bestätigt.