Kongsøre Skov
Kongsøre Skov liegt auf einer fruchtbaren Moräne etwa 2 km südöstlich des Ortes Hølkerup und etwa 300 m westlich des Isefjords im südlichen Odsherred auf der dänischen Insel Seeland. Der 246 ha große Wald enthält etwa 50 vorzeitliche Monumente. Neolithische Monumente sind Ausdruck der Kultur und Ideologie neolithischer Gesellschaften. Ihre Entstehung und Funktion gelten als Kennzeichen der sozialen Entwicklung.
Der Name des Waldes ist verbundenen mit der Legende von König Øre, der beim heutigen Kalundborg getötet und im Kongsøre Skov mit einer goldenen Kette beigesetzt worden sein soll. Wahrscheinlicher ist der Name jedoch, wie viele andere Ortsnamen mit diesem Suffix von ør für „kiesiger Strand“ oder øre für „Landzunge“ abgeleitet.
- ↑ Johannes Müller: Neolithische Monumente und neolithische Gesellschaften. In: Hans-Jürgen Beier, Erich Claßen, Thomas Doppler, Britta Ramminger (Hrsg.): Varia neolithica VI. Neolithische Monumente und neolithische Gesellschaften. Beiträge der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Neolithikum während der Jahrestagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e. V. in Schleswig, 9.–10. Oktober 2007 (= Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. Bd. 56). Beier & Beran, Langenweißbach 2009, ISBN 978-3-941171-28-2, S. 7–16, hier S. 15.