Konrad Seusenhofer

Konrad Seusenhofer (* um 1450–1460; † 30. August 1517 in Innsbruck, Tirol) war der bedeutendste Plattner der Frührenaissance in Mitteleuropa.

Er war der Bruder von Hans Seusenhofer. Er wanderte um 1490 mit seinem Bruder Hans nach Innsbruck ein; um 1504 wurde er zum Hofplattner ernannt („röm. kays. Majestät harnaschmaister“).

Seusenhofer errichtete 1505/06 die Hofplattnerei (das jetzige Landhaus).

Seusenhofer führte das Erbe der Treitz am Innsbrucker Hof weiter, verbesserte die Harnischform (unter Mitwirkung Kaiser Maximilians I.) und den Reiterharnisch, stellte die ersten Landsknechtsharnische her und übernahm als erster das Motiv der „verhauten“ Tracht in das Eisenkleid.

Er stattete weitere Hochadelige aus, so etwa Heinrich VIII., Ludwig II. oder den späteren Karl V.

Jüngst konnte das gezeichnete Porträt eines Mannes (Kupferstichkabinett Berlin, Inv. KdZ 2571) aus dem Jahr 1514 aufgrund der Inschrift „Conradt Sewsennhouer“ identifiziert werden.

  1. Bildnis eines Mannes nach links (Konrad Seusenhofer). In: Sammlungen Online. Staatliche Museen zu Berlin, abgerufen am 1. April 2026.
  2. Ralph Gleis, Achim Gnann, Christof Metzger (Hrsg.): Leonardo – Dürer. Meisterzeichnungen der Renaissance. Hirmer, München 2025, S. 270 f., Kat. Nr. 102 (Christof Metzger).