Konstituierende Cortes von 1820
Die Konstituierende Cortes von 1820 (portugiesisch Cortes Constituintes de 1820, Cortes Constituintes Vintistas, Cortes Gerais e Extraordinárias da Nação Portuguesa, Soberano Congresso) war das erste portugiesische Parlament im modernen Sinne des Wortes.
Ihre ursprüngliche Einberufungsgrundlage basierte weitgehend auf den alten Cortes Gerais, mit dem Unterschied, dass das Wahlsystem für die Ernennung ihrer Delegierten nun anders war und die drei traditionellen Feudalstände (Klerus, Adel und Volk) nicht mehr getrennt waren.
Die parlamentarische Arbeit dieses Gremiums, das nach der liberalen Revolution in Porto zur Ausarbeitung und Verabschiedung einer Verfassung für Portugal eingesetzt wurde, fand zwischen dem 24. Januar 1821 und dem 4. November 1822 im Palácio das Necessidades in Lissabon statt. Die Sitzungen brachten tief greifende Veränderungen in der portugiesischen politischen Ordnung mit sich und leiteten Reformen ein, die im folgenden Jahrhundert enorme gesellschaftspolitische Auswirkungen haben sollten.
Die Arbeit der Verfassungsgerichte gipfelte in der Verabschiedung der portugiesischen Verfassung von 1822. Die Schlusssitzung der Gerichte unter dem Vorsitz von König João VI. fand am 4. November 1822 statt.
- ↑ Debates Parlamentares - Diário 079, S. 978 (1822-11-04). In: debates.parlamento.pt. Abgerufen am 20. Juni 2025.