Koordinationsspiel

In der Spieltheorie bezeichnet man ein Spiel, bei dem die Akteure durch Koordination ihres Verhaltens die höchsten Auszahlungen erzielen können, als Koordinationsspiel. Im Gegensatz zu vielen strategischen Situationen steht also nicht der Konflikt, sondern Zusammenarbeit im Mittelpunkt dieser Spiele. Die Einführung des Begriffs Koordinationsspiel wird allgemein dem Nobelpreisträger Thomas Schelling zugeschrieben, obwohl Spiele dieser Art schon zuvor beschrieben und untersucht wurden. Die Wahl von einheitlichen Technologiestandards kann beispielsweise als eine Anwendung von Koordinationsspielen in der Praxis aufgefasst werden.

  1. Hal R. Varian: Grundzüge der Mikroökonomik. 8. Auflage. Oldenburg Verlag, München 2011, ISBN 978-3-486-70453-2, S. 601.
  2. Christian Rieck: Märkte, Preise und Koordinationsspiele, Theoretische und experimentelle Untersuchungen zum Zusammenhang von Preis und Wert. Physica-Verlag, Heidelberg 1998, ISBN 3-7908-1066-5, S. 89–112.