Korshøj

BW

Der Korshøj (deutsch „Kreuzhügel“) ist eines von 50 Doppelganggräbern (dänisch Dobbelt- oder Tvillingejættestue genannt), wie sie nur in Dänemark und Schonen vorkommen. Er wurde von den Trägern der neolithischen Trichterbecherkultur (TBK) etwa zwischen 3300 und 3100 v. Chr. errichtet und liegt in Ubby im Westen der dänischen Insel Seeland.

Das Großsteingrab liegt unter einem etwa 3,5 m hohen Rundhügel von etwa 25 m Durchmesser. Neolithische Monumente sind Ausdruck der Kultur und Ideologie neolithischer Gesellschaften. Ihre Entstehung und Funktion gelten als Kennzeichen der sozialen Entwicklung.

  1. Johannes Müller: Neolithische Monumente und neolithische Gesellschaften. In: Hans-Jürgen Beier, Erich Claßen, Thomas Doppler, Britta Ramminger (Hrsg.): Varia neolithica VI. Neolithische Monumente und neolithische Gesellschaften. Beiträge der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Neolithikum während der Jahrestagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e. V. in Schleswig, 9.–10. Oktober 2007 (= Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. Bd. 56). Beier & Beran, Langenweißbach 2009, ISBN 978-3-941171-28-2, S. 7–16, hier S. 15.