Krebsdiät

Krebsdiäten zählen zu den alternativmedizinischen Behandlungsmethoden gegen Krebserkrankungen. Aufgrund epidemiologischer Erkenntnisse, die eine vorbeugende Wirkung der „gesunden“ Ernährungsweise gegenüber Krebsentstehung vermuten lassen, empfehlen Onkologen häufig auch bereits erkrankten Personen eine an Vitaminen und Spurenelementen reiche, fettreduzierte, möglichst abwechslungsreiche Mischkost.

Die vorhandenen Empfehlungen widersprechen sich teilweise. Keine der genannten Diätformen ist nach den Maßstäben der evidenzbasierten Medizin als wirksam nachgewiesen. Im Gegenteil kann eine sehr einseitige Kost, etwa die makrobiotische oder vegane Kost, bei Gesunden und Kranken zu Mangelerscheinungen führen. Bei manchen Diätformen treten auch Nebenwirkungen auf (auch starker Gewichtsverlust), die bei einer Krebserkrankung gefährlich sind.

  1. Essen und Trinken während der Krebstherapie. In: Deutsche Gesellschaft für Ernährung. 3. März 2015, abgerufen am 26. Juli 2022.
  2. Nicole Erickson, Viktoria Mathies, Jutta Hübner: Populäre Krebsdiäten. In: Kompendium Internistische Onkologie: Standards in Diagnostik und Therapie. Springer, Berlin, Heidelberg 2022, S. 6, doi:10.1007/978-3-662-46764-0_343-1.
  3. Essen nach Vorschrift: Lässt sich Krebs durch eine Diät beeinflussen? (Memento des Originals vom 18. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Informationsseite des Deutschen Krebsforschungszentrums, 19. November 2013.
  4. Jana Meixner: Ketogene Diät: den Krebs verhungern lassen? In: Medizin transparent. 25. August 2020, abgerufen am 27. August 2020.