| Klassifikation nach ICD-10 |
| I46.- |
Herzstillstand |
| I46.0 |
Herzstillstand mit erfolgreicher Wiederbelebung |
| I46.1 |
Plötzlicher Herztod, so beschrieben |
| I46.9 |
Herzstillstand, nicht näher bezeichnet |
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| ICD-10 online (WHO-Version 2019) |
| Klassifikation nach ICD-11 |
| MC82 |
Herzstillstand |
| MC82.0 |
Herzstillstand durch ventrikuläre Tachykardie oder Kammerflimmern |
| MC82.1 |
Herzstillstand durch Bradykardie |
| MC82.2 |
Herzstillstand durch Asystolie |
| MC82.3 |
Herzstillstand mit pulsloser elektrischer Aktivität |
| MC82.4 |
Kardiopulmonaler Stillstand |
| MC82.Z |
Herzstillstand, nicht näher bezeichnet |
| MD33 |
Atemstillstand |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) |
Als Kreislaufstillstand, häufig mit Herzstillstand gleichgesetzt, bezeichnet man das akute Aufhören der Blutzirkulation durch eine plötzlich eingetretene schwere Störung im Herz-Kreislauf-System. Etwa 10 bis 15 Sekunden nach Eintritt eines Kreislaufstillstands kommt es zur Bewusstlosigkeit und nach 30 bis 60 Sekunden zum Atemstillstand. Man spricht dann auch vom klinischen Tod (mit Funktionsausfall der drei großen Organsysteme Zentralnervensystem, Atmung und Kreislauf). Dieser Zustand ist (im Gegensatz zum biologischen Tod) potenziell reversibel und lässt sich durch die Einleitung einer Herz-Lungen-Wiederbelebung (kardiopulmonale Reanimation) therapieren. Die Wiederbelebung gelingt jedoch nicht in jedem Fall, und die Maßnahmen sind, je nach Umgebungstemperatur und Körpergröße bzw. Alter, nur in einem begrenzten Zeitfenster erfolgversprechend. Ohne erfolgreiche Wiederbelebung oder maschinelle Aufrechterhaltung der Kreislauffunktionen tritt der Tod ein.
- ↑ Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. Begründet von Willibald Pschyrembel. Bearbeitet von der Wörterbuchredaktion des Verlags. 255. Auflage. De Gruyter, Berlin 1986, ISBN 3-11-007916-X, S. 907 f.
- ↑ Harald Genzwürker, Jochen Hinkebein: Fallbuch Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin. Georg Thieme, Stuttgart/New York 2005, ISBN 3-13-139311-4, S. 201.
- ↑ Tankred Koch: Der „klinische“ und der „biologische“ Tod. In: Tankred Koch: Lebendig begraben. Geschichte und Geschichten vom Scheintod. Edition Leipzig, 1990, ISBN 3-361-00299-0; Lizenzausgabe mit dem Titel Scheintod. Lebendig begraben, Tosa Verlag, Wien 2002, S. 69–80, hier: S. 69–71 und 118–121.