Kriegsschuldlüge
Der politische Kampfbegriff Kriegsschuldlüge wurde in der Weimarer Republik geprägt, um die im Friedensvertrag von Versailles formulierte „alleinige Kriegsschuld“ des Deutschen Reichs und seiner Verbündeten am Ersten Weltkrieg als Lüge darzustellen. Zugleich wurden damit die Reparationsforderungen der Alliierten und politische Gegner als deren „Erfüllungspolitiker“ und „Novemberverbrecher“ angegriffen.