Kulturpalast Unterwellenborn
Der Kulturpalast des VEB Maxhütte Unterwellenborn ist ein früheres Kulturhaus und steht seit 24. September 1987 unter Denkmalschutz. Er befindet sich in der Gemeinde Unterwellenborn im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen. Das 1963 zum Kreiskulturhaus erhobene und ab 1981 dem Dichter Johannes R. Becher gewidmete Bauwerk gilt als Archetyp unter den rund 2000 Kulturhäusern der DDR. Architektur- und Planungshistorikerin Simone Hain bezeichnet das stilistisch zur „Architektur der nationalen Traditionen“ gehörende Gebäude als „das Muster, das Vorbild, das schönste aller Häuser. Das bildmächtigste Haus und das ästhetisch am stärksten durchgestaltete.“ Auch sei „[...] kaum ein anderes Haus in der deutschen Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts [...] so reich und sinnvermittelnd ‚kodiert‘ wie dieses.“
Das Haus war zu DDR-Zeiten direkt an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden, sodass Besuche der regelmäßig angebotenen Veranstaltungen durch Bustransfers selbst in die benachbarten Landkreise für jedermann leicht zu realisieren waren. Zudem befindet sich das Gebäude unweit des Unterwellenborner Bahnhofs an der Bahnstrecke Leipzig–Probstzella sowie nahe der B 281.
- ↑ Denkmalerklärung VEB Maxhütte Unterwellenborn. (PDF) Abgerufen am 7. September 2022.
- ↑ Horst Rost: Kulturpalast ein Stück Leben von Herta Chapons. In: Ostthüringer Zeitung. Ostthüringer Zeitung Verlag II GmbH & Co. KG, Gera 21. September 2005.
- ↑ Broschüre „Kulturangebot 1983“, Kulturhaus „Johannes R. Becher“ des VEB Maxhütte Unterwellenborn
- ↑ Gespräch mit Architekturhistorikerin Simone Hain über den Kulturpalast Unterwellenborn (220825). Abgerufen am 7. September 2022 (deutsch).
- ↑ Aus Erinnerung Zukunft schmieden. Abgerufen am 7. September 2022.
- ↑ Simone Hain: Ein Traumhaus aus der kollektiv gelebten Zeit. In: Ostthüringer Zeitung. OSTTHÜRINGER ZEITUNG Verlag II GmbH & Co. KG, Gera 14. Januar 2020, S. 3.