Kunstpfeifer
Kunstpfeifer sind Menschen, die eine möglichst komplexe Melodie in verschiedenen Tonlagen ohne technische Hilfsmittel pfeifen können. Bis ins 19. Jahrhundert wurden in einigen Regionen Europas als Kunstpfeifer Musikanten bezeichnet, die von einer Stadt angestellt und in einer Zunft organisiert waren. In gleicher Bedeutung wurden die Begriffe Stadtpfeifer, Stadtmusikus und Stadtmusikant verwandt.
- ↑ Kunstpfeifer. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 11: Kimpolung–Kyzĭkos. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1907, S. 818 (Digitalisat. zeno.org).
- ↑ Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. 2. Auflage. Johann Gottlob Immanuel Breitkopf und Compagnie, Leipzig 1793 (zeno.org [abgerufen am 29. März 2026] Wörterbucheintrag „Kunstpfeifer“).
- ↑ Stadtpfeifer. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. Band 17: Sprecher–Stehuhr – (X, 2. Abteilung, Teil 1). S. Hirzel, Leipzig 1919, Sp. 488 (woerterbuchnetz.de). – In Friedrich Schillers Schauspiel Kabale und Liebe wird im Personenverzeichnis eine der Personen als „Miller, Stadtmusikant, oder wie man sie an einigen Orten nennt, Kunstpfeifer“ beschrieben.