Länderkunde

Die Länderkunde ist eine Fachrichtung der Geographie. Sie stellt die idiographische Richtung der Regionalen Geographie dar, in der jeweils ein bestimmter Erd- oder Landschaftsraum für sich betrachtet wird. Dabei betont die Länderkunde die Einmaligkeit der einzelnen Räume. Dem österreichischen Geographen Norbert Krebs zufolge ist der Untersuchungsgegenstand der Länderkunde im Gegensatz zur Landschaftskunde nicht eine Landschaft im Sinne von „mehrfach wiederkehrenden Typen“, sondern ein Land als „Individuum“; Carl Troll definierte dieses Land als einen Staat, ein politisch begrenztes Territorium oder auch als Wohngebiet eines Volkes.

  1. Axel Borsdorf: Geographisch denken und wissenschaftlich arbeiten. Klett-Perthes, Gotha 1999. S. 44.
  2. Gablers Wirtschaftslexikon, 16. Auflage, GMV Fachverlage, Wiesbaden 2005. ISBN 3-409-10386-4. S. 1854.
  3. Gustav Fochler-Hauke: „Vom Werden, Wesen und Ziel der Geographischen Länderkunde.“ In: Die Große Illustrierte Länderkunde, Band I, Bertelsmann, Gütersloh 1964. S. 39.