Löss

Löss (auch Löß) ist ein homogenes, ungeschichtetes, hellgelblich-graues Sediment, das vorwiegend aus Schluff besteht. Häufig wird daneben ein gewisser Karbonatanteil als wichtiges Kriterium zur Charakterisierung angesehen. Löss wurde überwiegend von Wind abgelagert, verändert sich danach aber meist weiter.

Löss bedeckt etwa zehn Prozent der Erdoberfläche und ist vor allem in der gemäßigten Klimazone verbreitet. Er wurde zum größten Teil in den quartären Kaltzeiten gebildet und ist Ausgangssubstrat für die ackerbaulich günstigsten Böden weltweit. Darüber hinaus werden Lösse und darin eingeschaltete fossile Böden (Paläoböden) als Archive für die Rekonstruktion quartärer Umweltveränderungen erforscht.

  1. M. Pécsi: Loess is not just the accumulation of dust. In: Quaternary International. Band 7-8, S. 1–21, doi:10.1016/1040-6182(90)90034-2 (elsevier.com [abgerufen am 13. April 2017]).