Lösungstension
Die Lösungstension bzw. der Lösungsdruck bezeichnet das Bestreben von Stoffen, in Lösung zu gehen. Der Lösungsdruck macht sich als osmotischer Druck bemerkbar und kann so experimentell bestimmt werden.
Wie die Spannungsreihe beschreibt der Lösungsdruck die Lösungs- und Reaktionstendenz quantitativ, aber nicht durch eine Potential-, sondern durch eine Konzentrationsangabe. Im Gegensatz zum osmotischen Druck führt der Lösungsdruck nicht zu einem als Druck messbaren Effekt.
Walther Nernst führte daran angelehnt 1889 den Begriff „elektrolytische Lösungstension“ ein; diese Größe wurde von Wilhelm Ostwald „elektrolytischer Lösungsdruck“ genannt. Der elektrolytische Lösungsdruck kennzeichnet das Bestreben eines Elements, Ionen zu bilden und gelöst zu werden. Demnach führt der Lösungsdruck des unedlen Metalles Zink in Kontakt mit Wasser dazu, dass Zinkionen im Wasser gelöst werden.
- 1 2 Max Le Blanc: Lehrbuch der Elektrochemie. Verlag von Oskar Leiner, Leipzig 1896, S. 117 (Lehrbuch der Elektrochemie. Online auf openlibrary.org [abgerufen am 27. September 2014] Seiten 116 und 117).
- ↑ Max Le Blanc: Lehrbuch der Elektrochemie. Verlag von Oskar Leiner, Leipzig 1896, S. 118 (Lehrbuch der Elektrochemie. Online auf openlibrary.org [abgerufen am 28. September 2014] Seiten 118 und 119).