European Aquatics Champions League
Die European Aquatics Champions League (bis 2024 LEN Champions League) ist ein von European Aquatics (ehemals Ligue Européenne de Natation, kurz LEN) organisierter Wettbewerb europäischer Landesmeister im Wasserball. Er wird seit 1964 ausgetragen und hieß bis 1996 Europacup der Landesmeister (European Cup). Zur Saison 1996/97 erfolgte die Umbenennung des Wettbewerbs und die Umstellung auf ein Champions-League-Format mit Rundenspielen auf Heim- und Auswärtsbasis. Von 2003 bis 2011 hieß der Wettbewerb LEN Euroleague. 2024 benannte sich die LEN in European Aquatics um, so dass auch die Champions League ihren derzeitigen Namen bekam.
Rekordsieger ist der Verein Pro Recco Waterpolo 1913 aus Italien mit elf Titeln. Der nationale Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 konnte als einzige deutsche Mannschaft in den 1980er-Jahren viermal den ersten Platz im damaligen Landesmeisterwettbewerb erringen. Die SG Dynamo Magdeburg holte 1966 den zweiten Platz, der SV Würzburg 05 erreichte 1977 und 1979 zwei dritte Plätze. Aufgrund der Vormachtstellung des europäischen Männer-Wasserballs gilt die LEN Champions League als weltweit bedeutendster Wettbewerb für Vereinsmannschaften.
Bis zur Spielmodusreform von 2023 spielten mit Spandau und Waspo 98 Hannover zwei deutsche Teams seit 2013 bzw. 2017 mit „Wild Cards“ in der Hauptrunde der Champions League. Hannover war 2019 mit dem heimischen Stadionbad Ausrichter des Finalturniers. Beste Platzierungen einer deutschen Mannschaft seit der Erweiterung auf zwei bzw. drei teilnehmende Mannschaften pro Nation im Jahre 2003 waren zwei sechste Plätze durch Waspo 98 in der Saison 2020/21 und 2021/2022.