Lacuna (Philologie)
Als Lacuna oder eingedeutscht Lakune (von lateinisch lacuna für „Loch“, „Lücke“, „Ausfall“) bezeichnet man in der Editionsphilologie und Textwissenschaft eine tatsächlich vorhandene oder aus Problemen des Textes erschlossene Lücke in der Überlieferung eines Textes.
- ↑ Daniel Spielmann spricht davon, dass die Lakune eine Stelle im Quellenmaterial bezeichnet, an der eine Erwartungshaltung nicht erfüllt wird. Vgl.: Daniel Spielmann: Merkmale des nichtmuttersprachlichen Schreibens. In: Textwissen und Schreibbewusstsein: Beiträge aus Forschung und Praxis. Berlin 2011, S. 325