Laeten
Laeti, die Pluralform von laetus, war ein Begriff, der im späten Römischen Reich seit dem Ende des 3. Jahrhunderts germanische Stämme bezeichnete, die nach ihrer – z. T. auch freiwilligen – Unterwerfung unter die römische Macht in Nordgallien von Kaiser Constantius Chlorus (293–306) vorwiegend auf Reichsland angesiedelt wurden, sich im Rechtsstatus der Hörigkeit befanden und Kriegsdienst für das Römische Reich leisteten.
- ↑ Zum historischen Hintergrund der Ansiedlung der „laeti“ siehe Ernst Wahle: Ur- und Frühgeschichte im mitteleuropäischen Raum (= Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte. Band 1). 9., neu bearbeitete Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1979, S. 140–142; Adolf Lippold: Laeti. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 3, Stuttgart 1969, Sp. 449.