Lageanomalie des Hodens
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q53.0 | Hodenektopie |
| Q53.1 | Nondescensus testis, einseitig |
| Q53.2 | Nondescensus testis, beidseitig |
| Q53.9 | Kryptorchismus ohne nähere Angaben |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| LB52 | Kryptorchismus |
| LB52.0 | Ektopia testis |
| LB52.1 | Nondescensus testis, einseitig |
| LB52.2 | Nondescensus testis, beidseitig |
| LB52.Y | Sonstiger näher bezeichneter Kryptorchismus |
| LB52.Z | Kryptorchismus, nicht näher bezeichnet |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Als Lageanomalie des Hodens oder Hodendystopie (klinisch: Aberratio testis) wird die Position eines Hodens bezeichnet, der vorübergehend oder dauernd außerhalb des Hodensacks liegt. Die Ursache ist ein gestörter Hodenabstieg (Maldescensus testis). Das Krankheitsbild des fehlenden oder verspäteten Abstiegs (Descensus) der Hoden in den Hodensack (Scrotum) nennt man Kryptorchismus, seltener auch Kryptorchidie. Keine Lageanomalie in diesem Sinne ist die Hodentorsion (Verdrehung eines Hodens).
Die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung folgt aus der Tatsache, dass Hodendystopien (neben der Varikozele) die häufigste Ursache für spätere Fertilitätsstörungen des Mannes sowie die einzig gesicherte Ursache für das Auftreten von bösartigen Hodentumoren sind.
- ↑ Aberratio testis. In: Pschyrembel Wörterbuch Sexualität. Walter de Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-11-016965-7, S. 1.
- ↑ Ch. Clemm, M. Busch, A. Gerl, N. Schmeller, M. Weiss: Hodentumoren. ( vom 9. Oktober 2007 im Internet Archive) Landeskrankenhaus Salzburg.