Lancelot ou le Chevalier de la charrette
Lancelot ou Le Chevalier de la charrette (dt. Lancelot oder der Karrenritter) von Chrétien de Troyes ist eine Verserzählung der Artusepik, entstanden zwischen 1177 und 1181. Der um die 7134 achtsilbige Verse umfassende Karrenritter oder Lancelot ist der dritte Artus-Roman Chrétiens. Es ist die Geschichte der Abenteuer, die der junge Ritter Lancelot du Lac besteht, um die entführte Königin Guenièvre, die Gattin von König Artus, zu finden und ihr seine entsagungs- und hingebungsvolle Liebe zu beweisen.
Die Verserzählung schrieb Chrétien im Auftrag von Marie de Champagne, von der er, laut Vorwort, auch den Stoff erhalten habe. Sie war für ihr Interesse an höfischen Liebesangelegenheiten bekannt. Die letzten 1000 Verse des Lancelot wurden von Godefroi de Lagny verfasst, offenbar mit Wissen und nach Plänen Chrétiens.
Im Karrenritter wird ein Herold (hyraut) erwähnt, der den Träger eines Wappens erkennen sollte, scheitert der Herold im Karrenritter daran kläglich.
- ↑ Karl D. Uitti: Chrétien de Troyes Revisited. Twayne Publishers, New York, New York 1995, ISBN 0-8057-4307-3 (englisch, archive.org).
- ↑ Michel Pastoureau: Traité d'héraldique. 5. Auflage. Picard, Paris 2008, ISBN 978-2-7084-0807-4.