Landwirtschaftsgericht
Das Landwirtschaftsgericht ist seit 1953 in Deutschland bundesweit eine Abteilung des Amtsgerichtes mit ausschließlicher Zuständigkeit zur Entscheidung über Landwirtschaftssachen. Übergeordnet sind die Senate für Landwirtschaftssachen beim Oberlandesgericht und beim Bundesgerichtshof. In allen diesen besonderen Spruchkörpern sind ehrenamtliche Richter beteiligt (zum Ganzen § 2 LwVfG).
Vorläufer waren ab 1933 die Anerbengerichte nach dem Reichserbhofgesetz, ab 1947 die Bauerngerichte in der amerikanischen, die Landwirtschaftsgerichte in der französischen und die Gerichte für Landwirtschaftssachen in der britischen Zone.
- ↑ BGH-Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit: BLw; streitige Landwirtschaftssachen: LwZR
- ↑ Gesetz über das gerichtliche Verfahren in Landwirtschaftssachen (abgekürzt nach Kirchner LwVfG, aber auch LwVG) vom 21. Juli 1953 (BGBl. I S. 667); Begründung: BT-Drs. 01/3819
- ↑ Siehe die durch § 60 Abs. 2 LwVfG aufgehobenen Vorschriften, etwa § 17 der bayerischen Verordnung Nr. 127 vom 22. Mai 1947 (GVBl. S. 180), § 31 der badischen Durchführungsverordnung zum Kontrollratsgesetz Nr. 45 vom 11. Dezember 1948 (GVBl. S. 217) oder die Verfahrensordnung für Landwirtschaftssachen (LVO) vom 2. Dezember 1947 (VOBl. BrZ S. 157)