Langmuir-Fackel
Als Langmuir-Fackel, auch Arcatom-Schweißen, wird ein Schweißverfahren bezeichnet, das von Irving Langmuir 1924 entwickelt wurde.
Das Schweißverfahren spaltet Wasserstoffmoleküle in einem Lichtbogen, der mit Wasserstoffgas durchströmt wird, zwischen zwei Wolframelektroden in atomaren Wasserstoff. Das Gas aus atomarem Wasserstoff wird auf die zu schweißende Metalloberfläche geleitet und vereint sich wieder zu Wasserstoffmolekülen. Die dabei freiwerdende Reaktionswärme kann zum Schweißen Temperaturen bis 4000 °C erreichen. Zusätzlich dient der Wasserstoff als Schutzgas, was die Oxidation verhindert. Nur wenige Verbindungen, wie Tantalhafniumcarbid oder unterstöchiometrisches Tantalcarbid können damit nicht geschmolzen werden.
- ↑ Patent US1947267A: Heating process and apparatus. Angemeldet am 30. Juli 1924, veröffentlicht am 13. Februar 1934, Erfinder: Langmuir Irving.
- ↑ Irving Langmuir, G. M. J. Mackay: THE DISSOCIATION OF HYDROGEN INTO ATOMS. Part I. Experimental. In: Journal of the American Chemical Society. Band 36, Nr. 8, 1. August 1914, S. 1708–1722, doi:10.1021/ja02185a011.