Larisch-Stickerei

Larisch-Stickerei, historisch präzise aber Alt-Larisch-Stickerei, daneben aber auch Altpreußische Stickerei, Arabeskenstickerei oder umgangssprachlich Generalsstickerei genannt, ziert seit dem Jahr 1900 die Kragenspiegel preußischer, seit 1918/19 (nahezu) aller deutschen Generale. Das gilt auch für die Kragenspiegel der Generale der Bundeswehr. Sie ist typischerweise als Goldstickerei auf hochrotem Abzeichentuch ausgeführt. Admirale führ(t)en die Larisch-Stickerei nicht (Ausnahme: feldgraue Uniform der Wehrmachts-Kriegsmarine), ebenso die Generale der Wehrmachts-Luftwaffe. Zeitweise schmückte die Larisch-Stickerei auch die Ärmelaufschläge in Form besonderer Ärmelpatten, dies jedoch nie in der Bundeswehr.

Der Ursprung der Larisch-Stickerei reicht bis in das frühe 18. Jahrhundert zurück, als sie zur Knopflochverzierung der Offiziersuniformen des altpreußischen Infanterie-Regiments Nr. 26 diente.

  1. C. Th. Müller, Th. v. Zwehl (Hrsg.): Handbuch für den Einjährig-Freiwilligen […]. III. Teil. 8. vollständig durchgesehene Auflage. München 1900, S. 19.
  2. Arabeskenstickerei. In: Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte. 1. Auflage. (VEB) Militärverlag der DDR, Berlin 1985, Band 1, S. 396; Liz.5, P189/84, LSV:0547, B-Nr. 746 635 0.